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"Transitus" - den Übergang feiern

Franziskanerinnen feiern das Sterben des Hl. Franziskus am 3.10.2017

Am 3. Oktober 1226 kommt es in der kleinen Kirche Portiuncula, unterhalb von Assisi, zu einer ergreifenden Szene. Franziskus von Assisi, der Freund Gottes und große Ordensgründer spürt, dass sein Tod nahe ist. So bittet er alle Brüder, die in der Umgebung sind, zu ihm zu kommen, um sie noch einmal zu sehen und zu segnen. Er lässt sich sein Ordensgewand ausziehen und nackt und bloß auf den Boden der Kapelle legen.

Und er fügt seinem Sonnengesang die letzte Strophe an:
„Gelobt seist du mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen. Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben. Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun. Lobt und preist meinen Herrn und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut“.

 

Bis in die letzten Stunden strahlt Franziskus Freude am Leben aus. In der kleinen Kapelle, im Kreis der vertrauten Menschen, die mit ihm gegangen sind, will er heimgehen. So wird sein Sterben zu

einer Gemeinschaftserfahrung dichtester Art. Alle anwesenden Brüder lässt er zu sich rufen

und segnet sie, die gegenwärtigen, die abwesenden und damit auch die zukünftigen.

Franziskus stirbt am 03.Oktober 1226 am frühen Abend, begleitet von den Anwesenden. Für ihn ist es ein Transitus - ein Hinübergang zu Gott, eine Verwandlung.

 

Am Dienstag 3. Oktober 2017 um 18.00 Uhr feiern die Olper Schwestern, wie alle Franziskaner und Franziskanerinnen in der ganzen Welt, die Liturgie vom Sterben des Heiligen Franziskus. In uralten Texten und Gesängen, wird an den Tod des Franziskus am Abend des 3. Oktober 1226 in Assisi erinnert. Alle sind zum mit Feiern dieses besonderen Gottesdienstes in die Mutterhauskirche eingeladen.

Im Anschluss daran sind alle zu einer guten Klostersuppe, Brot und Gespräch eingeladen, um noch zu bleiben und in das Fest des Hl. Franziskus, den 4. Oktober hinein zu feiern.