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Wahlen zum Kirchenvorstand im Dekanat Südsauerland

Eine anspruchsvolle und bedeutende Aufgabe

Wahllokale und Öffnungszeiten (2).pdfWahllokale und Öffnungszeiten (2).pdfKreis Olpe. Das Vermögen in den Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn wird seit vielen Jahren von ehrenamtlichen Kirchenvorständen verwaltet. Am kommenden Wochenende 17./18. November 2018 finden nun im Erzbistum Paderborn und somit auch im Dekanat Südsauerland Wahlen für dieses Gremium statt. „In Zeiten großer Veränderungen in unseren Kirchengemeinden sind die Aufgaben eines Kirchenvorstandes anspruchsvoll. Gleichzeitig sind Kirchenvorstände Initiatoren und Wegbereiter und haben die Möglichkeit, „ihre“ Kirchengemeinde weiterzuentwickeln. Wir danken den Mitgliedern und (neuen) Kandidaten/-innen für Ihre Bereitschaft, in einer spannenden Zeit Verantwortung für die Kirche vor Ort zu übernehmen“, so Dechant Andreas Neuser.

Die Kirchenvorstände in 61 Kirchengemeinden des Dekanates zählen 408 gewählte Mitglieder, von denen nun 204 Kandidaten/-innen und damit die Hälfte in allen Kirchenvorständen neu gewählt wird. Insgesamt 226 Frauen und Männer im gesamten Kreis Olpe haben ihre Bereitschaft zu Kandidatur erklärt. Wahlberechtigt sind alle Katholikinnen und Katholiken ab 18 Jahre.

Aufgabe des Kirchenvorstandes ist es, der Seelsorge und pastoralen Arbeit eine solide wirtschaftliche Grundlage zu verschaffen und so mitzugestalten, wie sich die Gemeinden, die Pastoralen Räume und Pastoralverbünde für die Zukunft aufstellen. „In diesem Auftrag kümmert sich der Kirchenvorstand um den Haushalt einer Gemeinde und ihrer Einrichtungen, um Personalangelegenheiten sowie um die Finanzierung und Durchführung von Bau- und Investitionsmaßnahmen. Dabei beschäftigen sie sich mit wirtschaftlichen, rechtlichen oder auch technischen Fragen, zum Beispiel mit Regelungen für Pfarr- und Jugendheime oder katholische Friedhöfe“, beschreibt Pfarrer Raimund Kinold aus Finnentrop die Aufgaben eines Kirchenvorstandes.

Kirchenvorstände übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe. Dafür brauchen sie selbst auch Begleitung und Unterstützung. Diese erfahren Kirchenvorstände durch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeindeverbänden. Seit zwei Jahren gibt es im Erzbistum Paderborn zudem das Programm „Kirchenverwaltung der Zukunft“, das an weiteren Unterstützungsmaßnahmen für Pfarrer und Kirchenvorstände arbeitet.

„Für Kirchenvorstände dürfte gegenwärtig vor allem das Thema ‚Verwaltungsleitungen‘ interessant sein. Das ist ein junger Beruf im Erzbistum Paderborn, der seit März dieses Jahres in sieben Piloträumen erprobt wird. Angestellt sind die Verwaltungsleitungen bei den Gemeindeverbänden“, betont Thomas Schneider, Standortleiter des Gemeindeverbandes in Olpe. Ganz grob gesagt, organisieren sie die gesamte Verwaltung im Pastoralen Raum und setzen um, was die Kirchenvorstände beschlossen haben. Dadurch entsteht für die Kirchenvorstände mehr Raum für die Beschäftigung mit Zukunftsfragen und die Entwicklung von Zielen, was die Vorstandsarbeit noch einmal interessanter macht. Die ersten Rückmeldungen aus den Piloträumen sind entsprechend positiv. Langfristig sollen alle Pastoralen Räume im Erzbistum Verwaltungsleitungen bekommen.

Auch nach der Wahl wird es für Kirchenvorstände Fortbildungsangebote geben, etwa den stets stark nachgefragten „Bildungstag für Kirchenvorstände“ der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB), der regelmäßig an verschiedenen Orten im Erzbistum Paderborn stattfindet.

Parallel zu den Kirchenvorstandswahlen wird im Pastoralverbund (PV) Wendener Land auch die Wahl zum Gesamt-Pfarrgemeinderat durchgeführt. Bedingt durch die Veränderungen im hauptberuflichen Personal in den letzten Monaten wird diese Wahl vom November 2017 nun nachgeholt. Auch hier haben sich ausreichend Kandidaten/-innen bereiterklärt, für das kirchliche Leben in ihren Gemeinden und im Pastoralverbund Verantwortung zu übernehmen.

 Die Orte und Öffnungszeiten der Wahllokale finden Sie hier.