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14 Jugendliche gestalten die Räumlichkeiten und Außenanlagen des jugendspirituellen Netzwerks TABOR in Lennestadt-Altenhundem

 

Foto mit Engelsflügeln: Künstler Sami (3. v. r.) und die jungen Menschen des jugendspirituellen Netzwerks TABOR„Seit der Einrichtung des jugendspirituellen Netzwerks im vergangenen Jahr hatten wir zwar Räumlichkeiten im Gästehaus gegenüber des Gymnasiums Maria Königin und des Jugendhofs Pallotti, aber die richtige Gestaltung fehlte noch“, erklärt Rudolf von Spee die Ausgangslage. Doch dann legten die jungen Menschen, die teilweise auch vor Ort ihr Nachtlager aufschlugen, selbst Hand an: sie strichen Wände, bauten Möbel auf und lackierten Türen. „Obwohl ich niemanden so richtig kannte, hat es mir unglaublich Spaß gemacht und ich hab handwerklich dazugelernt“ berichtet Merlin Gröger aus Schönau. Denn aufgrund der größeren Gruppe konnten auch im Außenbereich Projekte umgesetzt werden, beispielsweise der Bau eines eigenen Waldsofas oder das Malen von personengroßen Engelsflügeln an der Hausfassade zusammen mit dem Künstler Sami Gerberemariam. „So können die jungen Menschen, die täglich auf dem Gelände sind, ein Foto von sich zwischen den Flügeln machen, in den sozialen Medien unter dem Hashtag #taborengel posten und somit zeigen, dass jeder Mensch ein Engel ist und für andere da sein kann“, erklärt Emily Klingspor aus Netphen den Hintergrund. Das hinzugefügte Pauluszitat „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ motiviert zu einem Leben mit Tiefgang. Dazu passte, dass sich die Gruppe von TABOR dem europäischen Netzwerk „go4peace“ mit Sitz in Kamen anschloss, um mit rund 100 jungen Menschen aus über 10 europäischen Ländern verbunden zu sein, die in diesen Tagen jeweils an ihren Orten aus dem Evangelium motiviert kulturelle oder soziale Projekte umsetzten. Jeden Morgen waren sie von Norwegen bis Albanien für einen Impuls über Videokonferenz miteinander verbunden, um mit Mottos wie „Trust and jump“ oder „Start again“ in den Tag zu gehen und abends die Erfahrungen auszutauschen. „Die Impulse waren echt bereichernd und ich fand es total cool, dass uns die Verantwortlichen aus Kamen auch einmal besucht haben“ schwärmt Hannah Hübner aus Engelskirchen, Studierende an der Universität Siegen. Als äußeres Zeichen stellten die jungen Handwerker einen Friedensmahner in den Gebäudekomplex auf dem Altenhundemer Rüberg. Mit dem angebrachten Appell „Friede auf Erden“ in deutscher, englischer, polnischer und arabischer Sprache – Lennestadt hat eine Partnerstadt in Polen und das Gebäude beherbergte zuvor syrische Flüchtlinge – soll die Universalität des Friedenswunsches über alle Grenzen und Nationen hinweg ausgedrückt werden. Ein Lebensstil, den die jüngste Teilnehmerhin, die 15-jährige Ida Voßhagen aus Bilstein, während den Tagen selbst spürte, sie war vom Umgang in der Gruppe angetan, die sich aus Teilnehmenden von 15 bis 29 Jahren aus acht verschiedenen Kommunen des Sieger- und Südsauerlandes zusammensetzten: „Auch ich kannte vorher niemanden und hab mich richtig wohl gefühlt.“ Laura Reuter aus Freudenberg blickt zufrieden zurück, freut sich schon auf die kommenden Aktionen des jugendspirituellen Netzwerks TABOR und hofft auf viele interessierte junge Menschen: „Am 15. August machen wir eine Radtour auf den Spuren des Jakobswegs im Sauerland, am 12./13. September geht’s zum Young Mission Weekend nach Hardehausen und vom 16.-18. Oktober veranstalten wir ein Wochenende zu Entwicklungsarbeit in Kolumbien mit dem Verein Lazos de Amistad – Bänder der Freundschaft e. V. in Lennestadt.“ Interessierte können sich für Infos und Anmeldung bei Alexander Sieler (alexander.sieler@web.de, 016094471896) melden.