Pfarrgemeinderäte / Kirchenvorstand

Pfarrgemeinderat & Kirchenvorstand

Was ist der Pfarrgemeinderat?
Das II. Vatikanische Konzil hat in Erinnerung gerufen, dass jeder Christ für die Aufgabe der ganzen Kirche Verantwortung trägt – und nicht nur der Bischof, der Pfarrer oder die Hauptberuflichen.

Ein erster Grund für die Errichtung der Pfarrgemeinderäte war deshalb das Anliegen, das Bewusstsein um diese Verantwortung stärker ins Bewusstsein der Gläubigen treten zu lassen. Der Pfarrgemeinderat ist:

  • Ausdruck der gemeinsamen Sendung aller Christen
  • das Gremium der pastoralen Mitverantwortung
  • ein Forum, das Kräfte zusammenführt

Er berät auf Ebene der Pfarrgemeinde den Pfarrer in den spezifischen Aufgaben, die ihm als Leiter zukommen und ist zugleich das vom Erzbischof anerkannte Organ, welches auf dieser Ebene Entscheidungen in allen Bereichen fällt, die dem Apostolat aller Gläubigen zugeordnet sind.

Rahmen und Grundlage für die Arbeit vor Ort ist das Statut der Pfarrgemeinderäte im Erzbistum Paderborn, die Wahlordnung, sowie das Grundstatut für Pastoralverbünde im Erzbistum Paderborn.

© Factum/adp, pfarrbriefservice.de

Was ist der Kirchenvorstand?
In allen Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn gibt es einen Kirchenvorstand, der von den Gemein-demitgliedern gewählt wird. Der Kirchenvorstand ist ein Instrument der Mitbestimmung und Selbstverwaltung durch die Gemeindeglieder und für die Vermögensverwaltung der Gemeinde zuständig.

Auf diese Weise unterstützt er sie bei der Erfüllung ihrer seelsorglichen und caritativen Aufgaben. In der Regel besteht das Gremium aus dem Pfarrer oder dem leitenden Geistlichen der Kirchengemeinde und den von den wahlberech-tigten Gemeindemitgliedern gewählten Frauen und Männern. Im Rahmen des gesetzlichen Auftrages zur Vermögensverwaltung besteht seine Aufgabe – neben der Aufstellung des Haushaltsplans und der Verabschiedung der Jahresrechnung – insbesondere in der aktiven Mitsorge und Mitarbeit für die Einrichtungen der Gemeinde (z. B. Kirche, Kindergarten, Pfarrheim oder Friedhof) sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Teilweise kommt auch die Mitarbeit in den Gremien des Pastoralverbundes hinzu, dem die Kirchengemeinde angehört. Von zunehmender Bedeutung für die Arbeit des Kirchenvorstands ist außerdem die Entlastung des Pfarrers von Verwaltungsaufgaben.

Rechtsgrundlage für die Arbeit des Kirchenvorstands ist das Gesetz über die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens vom 24.07.1924.

Eine übersicht über Aufgaben und Anforderungen der Kirchenvorstände bietet der Informationsflyer für Kirchenvorstände.pdf des Bistums.