„Suizid Keine Trauer wie jede andere. Gegen die Mauer des Schweigens“ AGUS-Ausstellung in Olpe vom 16. bis 27. März 2026

Die Notfallseelsorge Kreis Olpe lädt in Kooperation mit der kefb und dem Bündnis gegen Depression Olpe-Siegen-Wittgenstein zu dieser Ausstellung ein. Der Besuch der Ausstellung und aller Veranstaltungen ist kostenlos.

„Suizid Keine Trauer wie jede andere. Gegen die Mauer des Schweigens“

Es gibt Erfahrungen im Leben, für die Worte nur schwer zu finden sind. Der Verlust eines geliebten Menschen durch Suizid gehört zu den schmerzhaftesten und zugleich zu den am wenigsten verstandenen Formen von Trauer. Für viele Angehörige bleibt neben dem tiefen Schmerz auch eine große Sprachlosigkeit zurück. Fragen nach dem „Warum“, Schuldgefühle und die Erfahrung, dass andere Menschen oft nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, können die Trauer noch schwerer machen.

Die Wanderausstellung der AGUS-Selbsthilfe (Angehörige um Suizid) trägt deshalb den Titel

„Suizid – Keine Trauer wie jede andere. Gegen die Mauer des Schweigens“.

Sie möchte dazu beitragen, das Schweigen zu durchbrechen, Verständnis zu wecken und Menschen in ihrer Trauer wahrzunehmen.

Vom 16. bis 27. März 2026 ist die Ausstellung im Alten Lyzeum, Franziskanerstraße 8 in Olpe zu sehen. Sie lädt dazu ein, sich behutsam mit diesem sensiblen Thema auseinanderzusetzen. In Berichten, Informationen und einfühlsamen Darstellungen wird deutlich, wie besonders die Trauer nach einem Suizid sein kann – und wie wichtig es ist, dass Betroffene nicht allein bleiben.

Als christliche Gemeinschaft wissen wir: Jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt. Wo Leben zerbricht und Fragen offenbleiben, braucht es Orte, an denen Menschen mit ihrer Trauer, ihren Zweifeln und ihrer Hoffnung willkommen sind. Die Ausstellung möchte einen solchen Raum eröffnen – einen Raum des Hinschauens, des Zuhörens und des Mitgefühls.

Zugleich will sie informieren und sensibilisieren. Offene Gespräche über seelische Krisen, Depressionen und Suizid können helfen, Menschen in Not früher wahrzunehmen und ihnen beizustehen. Wenn das Schweigen gebrochen wird, kann aus Einsamkeit Begegnung werden und aus Ohnmacht neue Hoffnung wachsen.

Begleitet wird die Ausstellung von mehreren Vorträgen und Veranstaltungen, die Gelegenheit geben, sich zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Vielleicht kann diese Ausstellung ein kleiner Schritt sein, die Mauer des Schweigens zu überwinden – und damit Menschen in ihrer Trauer und in ihren Fragen ein wenig näher zu kommen. Manchmal beginnt Trost damit, dass jemand zuhört, mitfühlt und den Mut hat, nicht wegzuschauen.

 

Die Ausstellung ist geöffnet von Montag bis Freitag jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr und Samstag / Mittwoch von 10.00 – 12.00 Uhr sowie Samstag von 14.00 bis 18.00 Uhr.

Der Besuch der Ausstellung und aller Veranstaltungen ist kostenlos.

 

Montag, 16. März 2026, 17.00 Uhr, Altes Lyzeum, Olpe
Vortrag von Dr. med. Bogan Alin Caba, Chefarzt der Psychiatrie der GFO Klinik
„Suizidprävention und Behandlung von Depressionen“

 

Donnerstag, 19. März 2026, 19.00 Uhr, Altes Lyzeum, Olpe
Vortrag von Elke Trevisany, Referentin von AGUS und Trauerbegleiterin
über Trauer nach Suizid und die besondere Situation von Angehörigen.

 

Montag, 23. März 2026, 19.30 Uhr
Im Lichtspielhaus Lennestadt wird der Dokumentarfilm
„Dem Himmel zu nah“ von Anina Furrer gezeigt.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit
Pastor Ludger Wollweber, Leiter der Notfallseelsorge im Kreis Olpe.

 

Mittwoch, 25. März 2026, 19.00 Uhr, Altes Lyzeum, Olpe
Gedanken zum Suizid aus christlicher Perspektive
mit Pater Siegfried Modenbach, Theologe und Sozialpädagoge.

 

Donnerstag, 26. März 2026, 19.00 Uhr, Altes Lyzeum, Olpe
Autorenlesung mit Katharina Afflerbach
zu ihrem Buch „Zuversicht – Wahre Geschichten vom Weitermachen und Wachsen in schwierigen Zeiten“.